VR-Arcades – Wenn der Besuch der Spielhalle zum Erlebnis wird

Greifbares Spielerlebnis – In VR-Arcades haben Besucher die Möglichkeit Videospiele auf eine neue Art zu erleben. Dank moderner VR-Technik finden die Games nicht mehr länger auf einem einfachen Bildschirm statt, sondern erlauben ein regelrechtes Eintauchen in die Atmosphäre. Aber was sind diese Arcades eigentlich? Wie funktionieren sie und was macht den Spaß aus?

Was sind VR-Arcades?

Unter einer VR-Arcade versteht man eine Spielhalle, in der die Besucher Spiele zocken können, die die Virtual Reality, kurz „VR“ verwenden. Der Begriff stammt aus dem Englischen und vermischt zwei beliebte Spielprinzipien. Auf der einen Seite stehen die Arcades. Dabei handelt es sich um größere und kleinere Spielhallen, die besonders in den 80er und 90er Jahren sehr beliebt waren. Kinder und Jugendliche stürmten gerade an Wochenenden zu hunderten die Arcades, um dort aktuelle Videogames wie zum Beispiel „Street Fighter“, „Golden Axe“ oder „Virtual Racing“ auf speziellen Maschinen zu spielen.

Damit sich die Spielhallen überhaupt rentieren konnten, musste man zum Spielen Geld bezahlen. Eine Spielrunde kostete ein paar Cents und bot Spielspaß für ein paar Minuten – je nachdem, was die Besucher für ein Spiel zockten. Denn Arcade-Spiele waren berüchtigt dafür, dass sie einen hohen Schwierigkeitsgrad hatten. Darum schmissen die Besucher immer wieder mehr Geld ein, wenn sie ein Spiel durchzocken wollten.

Mit dem Aufkommen der PCs und Konsolen für den heimischen Fernseher erhielten die Arcades allerdings eine ernsthafte Konkurrenz. Die Spieler entschieden sich häufiger dafür etwas mehr Geld auszugeben, um sich das Spielerlebnis nach Hause zu holen, statt ihr Taschengeld in die Automaten der Arcades zu stecken.

Der Negativtrend entwickelte sich so weit, dass immer mehr Arcades ihre Türen schließen mussten. Lediglich in großen Ballungszentren wie in Japan und in den USA konnten sich noch einige Spielhallen über Wasser halten. In Deutschland findet man dagegen nahezu keine klassischen Arcades mehr.

Eine Idee aus dem Jahr 2016 bringt jetzt aber wieder Aufschwung in die Industrie. Das amerikanische Unternehmen Starbreeze Studios eröffnete die erste Spielhalle, in der die Besucher VR-Spiele zocken konnten. Die Idee dahinter war einfach, aber genial. Spieler wurden in große Räume geführt und erhielten VR-Brillen aufgesetzt. Wenn sie die dazugehörigen Kontroller bewegten, konnten sie sich frei in jede beliebige Richtung bewegen, während eine nahezu realistische Spielwelt sich vor ihren Augen aufbaute. Mitspieler konnten das Spielgeschehen auf Großbildschirmen verfolgen oder sich selber die Brillen aufsetzten und in die Spielwelten eintauchen.

Die Idee der Verschmelzung von VR und Arcades löste einen neuen Trend aus, der 2017 schließlich auch nach Deutschland überschwappte und den Weg für VR-Arcades bei uns freimachte.

Ein Blick auf die VR-Technik

Beim Spielen von VR-Games sind die Spieler nicht einfache Zuschauer, sondern werden buchstäblich in die jeweilige Spielwelt integriert. Sie stehen im Zentrum der Action und sehen alles aus der gleichen Perspektive, wie es ihrer Spielfigur sieht.

Um diese Integration der Spieler zu ermöglichen, dient das VR-Gear, das aus einem Headset und dazugehörigen Controllern besteht. Das Kernstück des Headsets stellt die VR-Brille dar. Anders als ein Fernseher oder ein Computerbildschirm zeigt die Brille beim VR-Headset nicht ein einzelnes Bild, das beide Augen des Nutzers gleich sehen. Stattdessen besitzt die VR-Brille zwei kleinere Displays, die jeweils ein Bild für das linke Auge und ein Bild für das rechte Auge projizieren. Nebeneinandergestellt sind die Bilder nahezu identisch. Allerdings sind sie im Bildausschnitt leicht verschoben. Würde man zum Beispiel ein Objekt wie einen Würfel durch eine VR-Brille betrachten, dann würde auf dem linken Display mehr von der linken Seite des Würfels zu sehen sein und auf dem rechten Display könnte man mehr von der rechten Seite des Würfels erkennen. Die beiden Augen bekommen also geringfügig unterschiedliche Bilder zu sehen.

Im Kopf des Spielers werden diese Bilder dann aber zu einem plastischen Gesamteindruck zusammengebaut. Das Gehirn schiebt quasi beide gesehenen Bilder übereinander und wertet sie als ein plastisches Bild eines Würfels mit seiner linken und seiner rechten Seite aus. Dieser Effekt wird auch als „stereoskopisches Sehen“ bezeichnet.

Neben den Displays verfügt ein VR-Headset aber auch über eine Reihe von Sensoren, die die Position des Kopfes eines Spielers im Raum bestimmen. Die sogenannten gyroskopischen Sensoren registrieren, wie ein Spieler seinen Kopf neigt, wenn er zum Beispiel zum Boden schaut oder wie sich die Position des Kopfes verändert, wenn nach links geschaut wird. Die Sensoren geben die Veränderungen der Kopfposition an das VR-Spiel zurück. Das Spiel ändert daraufhin den Bildausschnitt, den die Spieler sehen, sodass es wirkt, also würden sie tatsächlich die linke Seite eines Raumes oder die Decke des Zimmers in der VR ansehen.

Besonders wichtig sind die gyroskopischen Sensoren aber auch, wenn Spieler ein Objekt aus seinen verschiedenen Blickwinkeln betrachten wollen. Sieht ein Spieler in der virtuellen Realität zum Beispiel eine Figur in Form eines kleinen Kindes, dann hat er die Möglichkeit, das Kind aus den unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Wenn er den Kopf neigt, blickt er wie im echten Leben zum Kind runter. Senkt der Spieler dagegen das VR-Headset beim Hinhocken ab, dann erscheint es auch in der virtuellen Realität so, als würde sich seine Perspektive verändern und das Kind in seinem Blickfeld höher rutschen.
Das gleiche Prinzip kommt auch bei den Controllern zum Einsatz, die ein Spieler in einem VR-Game nutzen kann. Die Controller verfügen ebenfalls über gyroskopische Sensoren sowie bestimmte Aktionsknöpfe, mit denen ein Spieler zum Beispiel Gegenstände bedienen oder greifen kann. Wie bei der Brille bilden auch die Controller die Bewegungen der Spieler ab, sodass er sehen kann, dass er im Spiel einen Ball aufhebt oder ihn wegwirft.

Für die richtige Abrundung des VR-Erlebnisses sorgen noch in das Headset integrierte Lautsprecher, die wie Surround-Boxen funktionieren. Sie stellen verschiedene Geräusche aus unterschiedlichen Richtungen und in unterschiedlichen Lautstärken dar. Dadurch wirkt es so, als ob die einzelnen Töne und Geräusche sich an anderen Positionen im Raum befinden. Diese 3D-Akustik sorgt dafür, dass Spieler wahrnehmen können, ob ihnen etwas von der linken Seite entgegenkommt oder ob sich ein Objekt wie ein Auto in der virtuellen Realität weit weg von ihnen befindet.

Wie funktioniert das Spielen in einer VR-Spielhalle?

Das Spielen in Virtual-Reality-Arcade findet in separaten Räumen beziehungsweise auf einzelnen Spielfeldern statt. Die Besucher buchen sich einen Raum und das nötige Equipment wie zum Beispiel die VR-Brille, die Kontroller und die Software, die sie nutzen möchten. Jede Arcade hat dabei ein eigenes Angebot an Spielen und virtuellen Realitäten, zwischen denen man sich entscheiden kann. Viele Arcades nutzen beispielsweise beliebte VR-Titel wie „Arizona Sunshine“, in dem die Spieler sich mitten in einer Zombie-Apokalypse in Arizona wiederfinden. In einigen VR-Arcades werden den Spielern aber auch exklusive Spielinhalte wie ein Escape Room in der Welt von „Assassin’s Creed“ geboten.
Welche Angebote die jeweiligen Arcades genau bieten, kann über unsere Suchmaschine ganz bequem nachgeschaut werden.

Nach einer kurzen Einweisung des Arcade-Personals bekommen die Besucher dann ihre VR-Ausrüstung angelegt und können direkt ins Spielgeschehen einsteigen.

Die VR-Arcade: Ein “echtes” Erlebnis.

Die Unterschiede zwischen den Arcades und dem Spielen zuhause

Eine VR-Arcade hat viele Möglichkeiten, die Spieler in den eigenen vier Wänden bisher nur schwer umsetzten können.

Der Platzkomfort:

Ein großer Vorteil ist der Platz, den die einzelnen Spielfelder bieten. Es besteht keine Gefahr, dass man versehentlich gegen einen Tisch, das Sofa oder den Fernseher stößt. Alle VR-Spielfelder sind so gestaltet, dass die Spieler ihre Bewegungsfreiheit völlig auskosten können. Weil die einzelnen Spielfelder voneinander abgetrennt sind, besteht auch nicht die Gefahr, dass die Besucher versehentlich mit einer anderen Gruppe Spielern zusammenstoßen, die auf einem anderen VR-Spielfeld unterwegs ist.

Optimale Ausstattung:

Alle VR-Spielfelder sind so eingerichtet, dass die Spieler ohne Störungen in die virtuellen Spielwelten eintauchen können. Während man zuhause öfter das Problem hat, dass man sich beim Drehen oder Umschauen versehentlich in Kabeln verfängt oder aus dem Signalbereich der Computer läuft, sind die Spielfelder der Arcades so abgestimmt, dass jede Bewegung der Spieler jederzeit registriert wird. Es gibt keine unerwünschten Stolperfallen und keine Unterbrechungen durch einen Signalverlust.

Moderne Technik:

Für das richtige VR-Erlebnis sorgen Systeme von HTC Vive. Die Marktführer im Bereich der VR-Games liefern nicht nur Headsets, die auch bei längeren Spielrunden bequem sitzen und hochauflösende Grafik liefern. Die integrierten Lautsprecher lassen auch jeden noch so leisen Ton kristallklar erklingen, damit die Spieler ihre VR-Welt nicht nur nahezu realistisch sehen, sondern auch hören können. Die zugehörigen Controller fühlen sich griffiger an, ohne unangenehm schwer zu sein.

Aber nicht nur für die Spieler wird Komfort geboten. Auch die Mitspieler, die gerade eine Pause vom Spiel machen, kommen dank hochauflösender Bildschirme auf ihre Kosten. Sie können genau verfolgen, wo sich ihre Kollegen in der virtuellen Realität gerade bewegen und was sie sehen.

Große Auswahl:

In einer VR-Spielhalle können die Besucher sich aussuchen, was sie erleben möchten. Neben Spielfeldern für unterschiedliche VR-Spiele bieten viele Spielhallen auch sogenannte VR-Escape Rooms an. Dabei müssen die Spieler auf einem speziell eingerichteten Spielfeld Rätsel lösen und sich gegenseitig helfen, um aus dem Raum auszubrechen. Ein Blick mit dem VR-Headset liefert dabei verborgene Hinweise, die für das bloße Auge nicht erkennbar sind.

Darüber hinaus haben die Spieler in manchen Arcades auch noch die Möglichkeit eigene VR-Spiele über Steam zu spielen. Dazu können sie sich nach Absprache mit ihren Steam-Account in der VR-Arcade verknüpfen. Sie haben dann unter anderem Zugriff auf ihre eigene Spielebibliothek und können bereits angezockte Spiele mit ihren eigenen Speicherständen weiterspielen, statt immer von Null starten zu müssen.

Eine genaue Übersicht der VR-Arcades und ihrer jeweiligen Ausstattungen sind in unsere Suchmaschine zu finden.

Hoher Hygienestandard:

Beim Spielen mit VR-Equipment kommt man leicht ins Schwitzen. Immerhin verlangen viele Spiele vollen Körpereinsatz von den Spielern. Damit die nächsten Besucher aber sicher sein können, dass alle Möbel und Geräte sauber sind und keine unangenehmen Rückstände an den Spielgeräten haften, werden alle Brillen, Controller und Spielfelder nach der Benutzung gründlich gereinigt und desinfiziert.

Rundumversorgung:

Das Spielen in der virtuellen Realität kann hungrig machen. Darum gibt es in vielen Arcades Cafes und Bistros, in denen die Besucher sich mit allem versorgen können, wonach ihnen der Sinn steht. Von einem kleinen Snack zwischendurch bis zu VR-Menüs ist alles dabei, was den Magen füllt und zufrieden stellt.

Das VR-Erlebnis – allein oder im Team

Alleine in die digitalen Spielwelten abtauchen ist ein spannendes Erlebnis, das Spieler völlig vereinnahmt. Die Umgebungen, die dank des VR-Equipments erzeugt werden, sind teilweise so realistisch nachempfunden, dass man schnell vergessen kann, dass es sich um ein Spiel handelt. Wer seinen Besuch in einer VR-Arcade aber noch ein wenig spaßiger gestalten möchte, der setzt sich nicht alleine das VR-Headset auf, sondern nimmt ein paar Freunde oder Kollegen mit. Zusammen können die Spieler als Gruppe ins Spiel eintauchen. Dabei können die Besucher selber wählen, ob sie als Team zusammenspielen im lokalen Mehrspieler spielen wollen oder ob es nicht doch spannender ist, wenn die Spieler gegeneinander antreten. Jeder Spieler, der mitmachen möchte, bekommt seine eigene VR-Ausrüstung gestellt.

Verschiedene VR-Arcades bieten Spielerlebnisse für kleine oder auch größere Gruppen an. Somit eignet sich ein Besuch in einer Arcade zum Beispiel ideal für einen Junggesellenabschied, Firmenevents und Gruppenausflüge.

Welche Arcades für Besuchergruppen ausgelegt sind und welche Spiele die Besucher erwarten können, lässt sich mit unserer Suchmaschine ganz einfach ermitteln.

Welche VR-Arcades gibt es in Deutschland?

In vielen Bundesländern gibt es bereits Anlaufstellen, in denen die Besucher die Erfahrung von VR-Spielwelten machen können. In Berlin lädt zum Beispiel die VR Lounge zum fröhlichen Zocken ein. Die VR-Spielhalle verfügt neben normalen Spielfeldern auch über eine Laufmaschine, die das virtuelle Gehen und Laufen realistischer wirken lässt.

In Frankfurt am Main können Besucher das VR Loft ansteuern. Die Arcade verfügt über 30 unterschiedliche Spielstationen und bietet 14 große Spielfelder an, auf denen sich Spieler auf jeweils 16 Quadratmetern richtig austoben können.

Das Virtuloft in Hannover lockt Besucher nicht nur mit weit über 700 unterschiedlichen Spielmöglichkeiten, sondern auch mit zusätzlichen VR-Escape Rooms.

In Düsseldorf können die Besucher dagegen im Holocafe eine bunte Palette an VR-Spielen zocken und sich zwischendurch zum gemütlichen Plausch in gemütlicher Cafe-Atmosphäre zusammensetzen.

Was kostet ein Besuch in einer VR-Arcade?

Die Preise für den Spaß der virtuellen Realität sind von Spielhalle zu Spielhalle unterschiedlich. Im VR-Room in Gelsenkirchen bezahlen Besucher zum Beispiel für 30 Minuten VR-Spaß 15 Euro. Im 7th Space in Langenfeld gibt es dagegen Angebote, die pro Stunde 12 Euro kosten. In der Virtual Reality Arena in Saabrücken kostet der Besuch wiederum 19 Euro für 70 Minuten.

Eine genaue Aufstellung der Preise, des Spielangebots und sonstiger Beschäftigungsmöglichkeiten können aber auch bequem über unsere Suchmaschine miteinander verglichen werden.